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Altes Landhaus (Altes Ständehaus)
Lage: Wilsdruffer Straße (nordöstlich des Altmarktes / südöstlich des Neumarktes)
Bauzeit: 1770-1776 (anstelle des im Jahr 1760 - im Siebenjährigen Krieg - zerstörten Palais Flemming errichtet), 1875: Abriss des Südflügels für den Durchbruch der König-Johann-Straße (1886) vom Altmarkt zum Pirnaischen Platz, 1885-1888: wesentliche bauliche Veränderungen (vor allem auch am Westflügel)
Architekt: Hofbaumeister Friedrich August Krubsacius (Akademieprofessor)
Merkmale: Stilmischung aus Klassizismus, Spätbarock und Rokoko, abgerundeter Mittelrisalit, prächtiges Rokoko-Treppenhaus mit einer in eleganten Kurven geschwungenen doppelläufigen Treppe mit schmiedeeisernem Gitterwerk
Nutzung, Geschichte: erstes bedeutendes Verwaltungsgebäude Dresdens, 1832-1907: Tagungsort der sächsischen Ständekammer (deshalb auch Altes Ständehaus genannt; der Sächsische Landtag zog dann im Jahr 1907 in das neue Ständehaus am Schlossplatz um), Februar 1945: weitgehende Zerstörung durch die Bombenangriffe, ab 1963: Wiederaufbau dieses einzigen an der Wilsdruffer Straße verbliebenen historischen Gebäudes, seit 1966: Dresdner Stadtmuseum (1891 gegründet, war 1910-1945 im Neuen Rathaus eingerichtet), seit 2002: auch Städtische Galerie

Altes Landhaus, von der Wilsdruffer Straße gesehenAltes Landhaus, von der Wilsdruffer Straße gesehen
Bilder: An der Wilsdruffer Straße ist die ehemalige barocke Hoffassade des Alten Landhauses zu sehen. Die einst den Hof im Süden umgebenden Gebäudeteile fielen dem Durchbruch der König-Johann-Straße vom Altmarkt zum Pirnaischen Platz im Jahr 1875 zum Opfer.

Eingang des Alten Landhauses an der Landhausstraße
Bild: Die frühere Eingangsfront an der engen Landhausstraße zeigt sich klassizistisch mit einem hohen Portal mit sechs toskanisch-dorischen Säulen. Das ehemalige Außenportal mit dem Delphinbrunnen (1781, Johann Christian Feige) schmückt heute den Eingang des Barockgartens Großsedlitz.

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