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Barockhaus (ehem. Königliche Kanzlei)
Barockhaus in der Dresdner Neustadt
Lage: Große Meißner Straße 15, nahe des Neustädter Marktes
Bauzeit, Architekt: 1723-1727, Johann Georg Gebhardt
Merkmale: Einzig verbliebenes Beispiel für die einst zahlreichen Barockbauten an der Großen Meißner Straße, Fassade im Zustand von 1727
Nutzung: einst Königliche Kanzlei, heute Bestandteil des Hotels The Westin Bellevue

Eingangsbereich des Barockhauses
Das Barockhaus ging aus einem schon 1632 erwähnten Gebäude hervor, das beim großen Altendresdner Stadtbrand von 1685 zerstört und wahrscheinlich vom späteren Landbaumeister Matthäus Schumann für den Eigenbedarf wieder aufgebaut wurde. Zwischen 1723 und 1727 gab Baumeister Johann Georg Gebhardt dem Gebäude das barocke Aussehen, das heute an der restaurierten Fassade zu sehen ist.

Der Dresdner Hof erwarb das Haus im Jahr 1733 und nutzte es nach einem Umbau nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann (eine seiner letzten Arbeiten) als Kanzleihaus. Das kursächsische Wappen über dem Portal erinnert an diese Funktion als Königliche Kanzlei.

Die Bombennacht im Februar 1945 überstand das Barockhaus, als eines von wenigen Häusern der Dresdner Innenstadt, fast unbeschadet.
Eingangsbereich des Hotels BellevueBeim Bau des Hotels Bellevue zwischen 1983 und 1985 bezog das bauausführende japanische Unternehmen Kajima Corp. das Barockhaus in die Anlage ein.



Bilder: Eingangsbereich (links) und Ostflügel (unten) des Hotels Bellevue
Ostflügel des Hotels Bellevue
Elbseite des Barockhauses
Zum Gebäudekomplex zählen auch das Haus Zum Blauen Stern an der Elbseite und das Wohnhaus des bedeutenden klassizistischen Malers Carl Christian Vogel von Vogelstein.
Elbseite des Bellevue
Elbflügel des Barockhauses
Schild am Bellevue mit dem Hinweis auf das Geburtshaus von Hofkapellmeister Hans von Bülow
Nicht weit vom Barockhaus entfernt stand einst das Geburtshaus von Hofkapellmeister Hans von Bülow (1830-1894). Eine Gedenktafel (s. Bild) am Westflügel des Hotels Bellevue (am Eingang zum Bankettzentrum) erinnert daran.

Im Park hinter dem Hotel, an der Grenze zum Park des Japanischen Palais, trägt eine Mauer zwei Gedenktafeln, die auf den Standort des Geburtshauses von Theodor Körner und des Wohnhauses von Friedrich Schiller, der 1786/87 hier lebte, hinweisen.



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