Dresden und Sachsen
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Stadtteile Dölzschen und Roßthal-Neunimptsch
Aus der Geschichte von Dölzschen
1144: urkundliche Ersterwähnung des Rundplatzdorfes Deltsan (altsorbisch: Burgbewohner), Übereignung an das Meißner Hochstift durch König Konrad III., 1206: Erwähnung einer Burg Thorun (wahrscheinlich auf dem Burgwartberg zwischen Dölzschen und Pesterwitz gelegen), nach der Reformation (1539): Wechsel zum Prokuraturamt Meißen, 1794: Bau des Weinbergschlösschens Jochhöh ("Juchhöh") für Günter Karl Albrecht von Nimptsch am Rande des Freitaler Beckens (barockes Gebäude mit Walmdach und Dachreiter, vom Türmchen bietet sich eine großartige Aussicht über das Umland, Terrassengarten aus ehem. Weinbauterrassen hervorgegangen), 1891: letzter Winzer in Dölzschen (die meisten der alten Weinbauterrassen dieses Gebietes verschwanden in den Steinbrüchen des Plauenschen Grundes), nach 1918: Inbetriebnahme eines 9 ha großen Luftbades auf der Höhe nahe des Weinbergschlösschens durch den Naturheilverein Löbtau, 1945: Eingemeindung nach Dresden (mit Roßthal und Neunimptsch, die sich 1921 angeschlossen hatten)

Aus der Geschichte von Roßthal-Neunimptsch
1319: urkundliche Ersterwähnung des Platzdorfes Rosztyl (altsorbisch: Leute des Rosztyl, eventuell von roszdel = Gabelung, Teilung abgeleitet), war im Besitz des Meißner Domkapitels, 1547: urkundliche Erwähnung von 9 Bauernwirtschaften, 1628: Belehnung des kurfürstlichen Kammerdieners Ullmann mit dem Rittergut Roßthal durch den evangelischen Dompropst von Meißen, 1657: Bau des Roßthaler Schlosses für Alexander von Krahe (zu jener Zeit bestanden 13 Bauernwirtschaften und 3 Häusleranwesen im Ort), 1736: Übergang des Roßthaler Rittergutes (mit 224 ha Land) in den Besitz der Familie von Nimptsch (Carl Siegmund von Nimptsch war Direktor der Meißner Porzellanmanufaktur, auch Bauherr der über dem Plauenschen Grund stehenden Carlsburg), Ausstattung des Schlossparks des Rittergutes mit Wasserkünsten, Grotten und Vexierspiegeln, Erhöhung des Schlossturmes für eine bessere Aussicht (im Schlosspark blieben aus dieser Zeit die "Kapelle" genannte kleine rechteckige, mit einem Zeltdach gedeckte Einsiedelei und ein spitzbogiges Parktor mit einem barocken Gitter erhalten), um 1785: Bau der Drescherhäuser (Ausgangspunkt der Siedlung Neunimptsch, hier befand sich bis 1430 das Dorf Beerhut) auf Weisung von Günter Karl Albrecht von Nimptsch, in der Nähe befanden sich die "Rote Häuser" genannten Jägerhäuser, ab 1816: Ansiedlung auch von Bergleuten der umliegenden Kohlebergwerke (nach der Einführung der Knappschaftskasse mussten die Gemeinden nicht mehr vollständig für arbeitsunfähige Bergleute aufkommen), Bau von Bergarbeiterhäusern an der Beerenhut und an der unteren Neunimptscher Straße, 1858: Umbau des Schlosses und des achtseitigen Turmes im Stil der deutschen Renaissance durch Carl Moritz Hänel, in späteren Jahren Bau einiger Mietshäuser und Villen an der Straße nach Roßthal südlich des beliebten Cafés Grießbach (schöne Aussicht auf Dresden), 1921: Vereinigung mit Dölzschen, 1945: Eingemeindung nach Dresden, zeitweise Nutzung des Schlosses als Verwaltungssitz der Volkseigenen Güter Sachsens, dann als Internat einer landwirtschaftlichen Berufsschule, nahebei besaß das Wissenschaftliche Zentrum der Abteilung Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft beim Rat des Bezirkes Dresden seinen Sitz

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