Lage: im Inneren der Brühlschen Terrasse, Eingang am Georg-Treu-Platz (zwischen Kunstakademie und Albertinum) an der Freitreppe unterhalb des Gottfried-Semper-Denkmals
Merkmale: Kasematten des nordöstlichen Stadtfestungswalles, u.a. Torhallen und Wachstuben des Ziegeltores (durchstieß einst als Tunnelanlage den Stadtwall, einen breiten Erdwall rund um die Stadt, der dem äußeren Mauerwerk Festigkeit gegen Kanonenbeschuss verlieh), auch eiserne Türangeln für die Torflügel der Wagendurchfahrt blieben erhalten, kleine Pforten für Fußgänger beiderseits der Durchfahrt, Tor zum Hof der Kleinen Bastion mit eingeritzten Hochwassermarken aus drei Jahrhunderten, drei 40 m lange und 8 m breite Gänge in Richtung Elbe (einst u.a. als Waffenlager genutzt)
Aus der Geschichte: um 1550: Bau des Ziegeltores (Schiffstores) im nordöstlichen Stadtfestungswall, um 1553: Bau der Kleinen Bastion am Ziegeltor, bis Ende des 16. Jahrhunderts: Werkstatt von Gießermeister Hilger in der Kleinen Bastion, 1589-1591: Bau der neuen Festung am Ziegeltor (mit der Jungfernbastion als Nordostecke, Stadtfestung damit um etwa 150 m nach Osten verschoben), Festungswall verbreitert, Ziegeltor beim Bau der Jungfernbastion als Kasematte in den Festungswall einbezogen (wurde überbaut und blieb so als einziges der Dresdner Stadttore bis heute erhalten), Kasematten bis in die 1960er Jahre hinein u.a. als städtisches Kühllager genutzt, 1991: Gründung des "Dresdner Vereins Brühlsche Terrasse e.V.", legte große Teile der unterirdischen Anlage frei und richtete das Museum Festung Dresden ein (1992 eröffnet), ab 1996: Erweiterung der Anlage u.a. um kleine Vortragsräume und Konzertsäle mit sehr guter Akustik
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