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Residenzschloss-Komplex
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Goldenes Tor (Schönes Tor)
Goldenes Tor um 1935
Lage: Ursprünglich am Eingang der Schlosskapelle des Residenzschlosses (im Großen Schlosshof), ab 1737 an der Westfront der Sophienkirche (der Wechsel an diesen Ort erfolgte, weil der sächsische Hof unter August dem Starken zum katholischen Glauben konvertiert war, womit sich das kämpferische evangelische Bildwerk des Portals im Residenzschloss nicht mehr vereinbaren ließ), ab 1872 (seit dem Umbau des Stallgebäudes in das Johanneum) neben der Südfassade des Johanneums, im Jahr 2004 abgebaut; der Wiederaufbau am Eingang der Schlosskapelle im Großen Schlosshof (dort befindet sich heute eine Nachbildung des Tores) ist wegen der zu erwartenden Verwitterungsschäden umstritten, möglicherweise wird das Goldene Tor im überdachten Hof des Albertinums museal aufgestellt
Bauzeit: 1555-1558
Architekt: Hans Walther II und Johann Agania, nach einem Entwurf des italienischen Bildhauers Juan Maria da Padua
Merkmale: Eines der schönsten Portale der deutschen Renaissance, etwa 7 m hoch und 6 m breit, einst farbig ausgemalt und teilweise vergoldet, mit der Gestalt eines Triumpfbogens wird der Einzug der Reformation in Dresden (um 1539) gewürdigt, gekrönt von der Christusfigur mit Siegesfahne zwischen zwei weiblichen Figuren (wahrscheinlich Glaube und Stärke), darunter (an der Attika) ein Relief mit der Darstellung der Auferstehung Christi zwischen den Figuren der Propheten Jesaia und Paulus, darunter ein reich verziertes Gesims, die aus Eichenholz geschnitzte Tür zeigt Christus mit der Ehebrecherin, der Schriftzug VDMIE steht für den Wahlspruch der protestantischen Wettiner "Verbum domini manet in aeternum" ("Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit"), beiderseits der Tür jeweils ein Paar korinthischer Säulen, dazwischen die Figuren von Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten links sowie von Moses und Petrus rechts




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