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Gruft der Katholischen Hofkirche
Familiengruft der Wettiner in der Kathedrale St. Trinitatis
In den vier Räumen der Gruft unter dem Chor der Katholischen Hofkirche ruhen in 49 Sarkophagen katholische Kurfürsten und Könige aus dem Geschlecht der Wettiner und ihre engsten Angehörigen (weitere Ruhestätten der Wettiner befinden sich in Altzella, Meißen und Freiberg).

Eine Urne auf einem Mauervorsprung, eine Zinnkapsel, enthält das Herz von August dem Starken (Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen, zugleich König August II. von Polen, reg. 1694-1733). Sein Leib befindet sich im Dom zu Krakau - in der Grablege der polnischen Könige.
Besonders eindrucksvoll ist der in der Königsgruft stehende schmuckreiche, etwa 5 t schwere Sarg des 1873 verstorbenen Königs Johann von Sachsen (reg. 1854-1873).

Als letzter wurde Kronprinz Georg von Sachsen im Jahr 1943 in der Neuen Gruft beigesetzt, wo auch der letzte sächsische König Friedrich August III. (reg. 1904-1918) ruht.


Sanierung nach dem Hochwasser im August 2002
Beim Hochwasser im August 2002 standen die Räume der Gruft vollkommen unter Wasser. Das Hochwasser riss die Sarkophage auf und spülte die inneren Holzsärge heraus, die dann in der Gruft herumschwammen. Nur die auf einem Mauervorsprung stehende Zinnkapsel mit dem Herz von August dem Starken blieb unbeschädigt. Nach dem Rückgang des Wassers waren viele Sarginhalte mit Schlamm und Müll vermischt und zum Teil über die Räume der Gruft verstreut. An den Wänden bildete sich Schimmel.

Ab September 2003 wurde die Familiengruft der Wettiner für etwa 480.000 EUR (etwa 200.000 EUR für die Räume und etwa 280.000 EUR für die Sarkophage) umfassend saniert. Im März 2004 übergab sie der sächsische Finanzminister im Beisein von Alexander Prinz von Sachsen wieder ihrer Bestimmung.

Bei der Sanierung wurden den Zinn-, Kupfer- und Bronze-Sarkophagen Granitplatten unterlegt und ihre Metallflächen mit einer Wachsschicht überzogen, um sie so vor künftigen Hochwassern zu schützen. Außerdem reparierte man die beschädigten Schmuckelemente. Die herausgespülten Sarginhalte und Grabbeigaben wurden gesammelt, gereinigt, fotografiert und zurückgelegt sowie der in die Särge gespülte Müll und Schlamm entfernt.


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