![]() |
Park & Palaisplatz Park am Japanischen Palais Von dem ab 1718 von Johann Friedrich Karcher geschaffenen Barockgarten zwischen dem Japanischen Palais und der Elbe, der mit seinen verschnittenen Hecken und Laubengängen sowie zahlreichen Skulpturen der wohl vollkommenste Französische Garten der Region war, blieb fast nichts erhalten. Viele der wertvollen Skulpturen gingen verloren oder sind, wie bedeutende Stücke von Balestra und Corradini, in den Großen Garten versetzt worden. Auch von Pöppelmanns und Longuelunes Gondelhafen sind nur noch Reste zu sehen (er dürfte ähnlich wie der ebenfalls von diesen Baumeistern geschaffene Gondelhafen am Wasserpalais des Schlosses Pillnitz ausgesehen haben). Der Wall der Altendresdner Stadtfestung im Westen des Gartens, von dem ein Stück bis heute erhalten blieb, war mit in die Barockanlage einbezogen. ![]() Bild: Eingang zu den Parkanlagen am Japanischen Palais vom Elbufer her ![]() Bild: Wall im Park am Japanischen Palais Nach dem um 1817 beendeten Abbau der Neustädter Stadtfestung wurde der Garten nach Westen erweitert und als Landschaftsgarten im englischen Stil gestaltet. Vom Wall und von anderen Orten des Parks bieten sich die schönsten Ausblicke auf die Dresdner Altstadt. ![]() ![]() Nicht weit vom Park entfernt steht am Uferweg ein kleiner restaurierter Pavillon, von dem aus sich der berühmte "Canaletto-Blick" auf die Dresdner Altstadt ergibt (Gemälde "Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke" von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, Öl auf Leinwand, 1748, Gemäldegalerie Alte Meister). ![]() Das Bronzedenkmal für König Friedrich August I. von Sachsen (reg. 1763-1827; bis 1806 als Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen) neben dem Palais am Eingang zum Palaisgarten zeigt den Monarchen als Gelehrten mit Buch und Zepter. Die vier Eckfiguren stellen Gerechtigkeit, Milde, Weisheit und Frömmigkeit dar. Das Denkmal von 1843 ist eines der ersten großen Werke von Ernst Rietschel. Am Entwurf war Christian Daniel Rauch beteiligt. Die Hauptfigur wurde in Lauchhammer gegossen. Das Postament entwarfen Gottfried Semper und Karl Friedrich Schinkel. Von 1843 bis 1929 stand das Denkmal im Zwingerhof. ![]() Palaisplatz Die Gestaltung des Palaisplatzes vor dem Japanischen Palais beruht auf Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann. Hier mündet die ebenfalls von Pöppelmann entworfene barocke Königstraße, in deren Flucht das Palais ein beeindruckendes Bild abgibt. ![]() Am Palaisplatz stand einst das Weiße Tor (Leipziger Tor) der Neustädter Stadtfestung. Auch nach dem um 1817 vollendeten Abbruch der Stadtbefestigung gab es noch weiterhin Kontrollen des Fußgänger- und Fahrverkehrs am damaligen Stadtrand. Gottlob Friedrich Thormeyer schuf dafür zwischen 1827 und 1829 zwei klassizistische Torhäuser als Nachfolgebauten des Weißen Tores. Von diesen beiden besteht heute nur noch das nördliche Torhaus (s. Bild). Es wurde nach 1945 in seiner ursprünglichen klassizistischen Gestalt (Portikus mit dorischen Säulen) wieder aufgebaut und danach als Standesamt genutzt. nach oben |