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Kreuzkirche   ( Geschichte )
Lage: Altmarkt / Ecke Kreuzstraße (seit der Neuanlage des Altmarktes nach dem Krieg in größerer Dimension steht die Kirche nun direkt an diesem Platz)
Bauzeit: Nikolaikirche: um 1170, heutiges Erscheinungsbild: 1897-1900, vorher mehrere Wiederauf- und Umbauten
Architekten: Firma Schilling & Gräbner (Umbau von 1900)
Merkmale: Neo-Barock mit klassizistischen und Jugendstil-Elementen, mit 3.600 Plätzen eine der größten evangelischen Kirchen Deutschlands, Geläut mit fünf Glocken (1900 in der Apoldaer Glockengießerei Schilling gefertigt): mit 25,45 t zweitgrößtes deutsches Geläut nach dem des Kölner Domes
Nutzung: Evangelische Hauptkirche Dresdens

Kreuzkirche, vom Altmarkt gesehen
Kreuzstraße 7, Tel. (0351) 4393920, www.dresdner-kreuzkirche.de; Turm: Mo-Sa 10-17.30 Uhr, So 12-17.30 Uhr, Winter bis 16 Uhr

Kreuzkirche (Modell)
Bilder: Kreuzkirche vom Altmarkt gesehen (links) und als Modell (rechts)
Portal der Kreuzkirche
Die Kreuzkirche schaut auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Fünfmal war sie abgebrannt oder im Krieg zerstört und ebenso oft wieder aufgebaut worden. Die Bombenangriffe im Februar 1945 ließen nur ihre Außenmauern stehen. Schon im Jahr 1946 begann der Wiederaufbau.

Am 13. Februar 1955 fand die Weihe der neu erbauten Kreuzkirche durch den Landesbischof und den Kreuzchor statt. Seitdem können auch wieder die allwöchentlichen Auftritte des Kreuzchores zur Vesper hier stattfinden.
Ostseite der Kreuzkirche Südseite der Kreuzkirche
Bilder: Ostseite (links) und Südseite (rechts) der Kreuzkirche

Eingang an der Nordseite der Kreuzkirche
Bild: Eingang an der Nordseite der Kreuzkirche (rechts: Ausschnittsvergrößerungen der Reliefs der Holztür); über der Tür steht - umgeben von kunstvoller Bildhauerarbeit - der Sinnspruch "Mein Haus ist ein Bethaus"

Altar der Kreuzkirche mit dem Altargemälde Kreuzigung
Auf die Herstellung des ehemals reichen Innenschmucks der Kreuzkirche verzichtete man beim Wiederaufbau. Das vom Krieg gezeichnete Innere der Kirche mit dem rußgeschwärzten Altarbild dient seitdem als Mahnmal gegen den Krieg.

Von der einstigen Innenausstattung blieben lediglich das Relief von Heinrich Epler am Podest des Altars (es erinnert an das erste lutherische Abendmal in der Kirche am 6. Juli 1539) und das Altargemälde "Kreuzigung" von Anton Dietrich übrig. Beide Kunstwerke stammen aus dem Jahr 1900. Das Bronzekruzifix und das um 1600 geschaffene Alabasterrelief stammen aus der im Krieg zerstörten und nicht wieder aufgebauten Sophienkirche.

Der einst in der Kreuzkirche stehende Altar von Hans Walther II aus dem Jahr 1562 befindet sich heute in der Johanniskirche von Bad Schandau (Sächsische Schweiz)

Seit 1963 besitzt die Kreuzkirche wieder eine Orgel, geschaffen von der Dresdner Firma Jehmlich. Die Akustik des karg ausgestatteten Kirchenraumes ist sehr gut.
Luther-Relief im Altarraum der Kreuzkirche Skulptur Ecce homo in der Kreuzkirche
Bilder: Luther-Relief im Altarraum (rechts vom Altar) und Skulptur "Ecce homo" in der Kreuzkirche
Rechts vom Eingang der Kreuzkirche befindet sich die Heinrich-Schütz-Kapelle mit dem von Kreuzkantor Rudolf Mauersberger gestifteten Schützrelief und dem Nagelkreuz, einem Versöhnungsgeschenk der Kathedrale von Coventry aus dem Jahre 1986 (Coventry war im Jahr 1940 von deutschen Flugzeugen zerstört worden).



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