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Semperoper (Sächsische Staatsoper)   ( Geschichte )
Semperoper
Lage: Nordwestseite des Theaterplatzes
Bauzeit: 1871-1878
Architekt: Gottfried Semper, Professor für Bauwesen an der Kunstakademie
Merkmale: Arkadenbau in der Form eines Segmentbogens, Stil der Neo-Renaissance mit barocken Elementen; das Opernhaus erscheint sehr elegant, würdevoll und festlich (nicht zuletzt durch den Natursandstein der Fassade)
Nutzung: Sächsische Staatsoper

Tel. (0351) 4911496, www.semperoper.de; Führungen: nach Vereinbarung (Dauer 1 Stunde)

Die Semperoper, das Haus der Sächsischen Staatsoper, gehört nicht zu den größten, aber wohl zu den schönsten Opernhäusern Europas. Bereits von außen sind die Funktionsteile des Gebäudes zu erahnen: das Foyer, die seitlich angebauten Treppenhäuser, der Zuschauerraum und der 40 m hohe Bühnenturm. Dies war ein Novum im Theaterbau, denn andere Theaterhäuser aus dieser Zeit, z.B. in Berlin und München, sind mit einer großen, meist klassizistischen Fassade verkleidet, welche die innere Raumaufteilung verbirgt.

Portal der Semperoper
Zu den Besonderheiten des Opernhauses gehört das Portal mit der tiefen halbrunden Exedra. Die Ausmalung mit den Drei Grazien zwischen Marsyas und Apollon schuf Paul Kießling.

Quadriga auf dem Portal der Semperoper
Gekrönt wird die Eingangsfront von einer bronzenen Panther-Quadriga von Johannes Schilling. Die Plastiken stellen Dionysos und Ariadne dar.


Die vier Skulpturen von Ernst Julius Hähnel in den Fassadennischen - Shakespeare und Sophokles an der linken Fassade sowie Molière und Euripides an der rechten Fassade - stammen noch von Sempers Erstem Hoftheater, das 1869 abgebrannt war. Dies trifft auch für die von Ernst Rietschel entworfenen Sitzfiguren am Eingang zu, die Goethe und Schiller zeigen (das Hoftheater diente einst nicht nur als Opern-, sondern auch als Schauspielhaus).

Die 16 Figuren auf den Gesimsen, von denen man einige beim Wiederaufbau der Semperoper bis 1985 neu anfertigen musste, zeigen u.a. Faust, Mephisto, Don Juan, Oberon und Titania.
Sitzfiguren Goethe und Schiller am Eingang der Semperoper Sockel der Sitzfigur Goethe am Eingang der Semperoper
Sitzfiguren Goethe und Schiller am Eingang der Semperoper
Bilder: Sitzfiguren "Goethe" und "Schiller" am Eingang der Semperoper (oben rechts: Sockel-Relief unter der Goethe-Skulptur)
Fassadengestaltung der Semperoper Fassadenschmuck der Semperoper
Shakespeare-Skulptur an der Fassade der Semperoper
Bilder: Skulpturen in den Fassadennischen der Semperoper (links: Shakespeare-Skulptur)
Neubauten an der Rückseite der SemperoperAn der Rückseite der Oper befinden sich drei moderne Funktionsbauten für Probebühnen, Garderoben und Verwaltungsräume. Die Werkstätten und Magazine sind im nahe gelegenen ehemaligen Marstall untergebracht.

Figuraler Schmuck am Anbau der Semperoper
Figuraler Schmuck der Semperoper Figuraler Schmuck der Semperoper

Bilder: Figuraler Schmuck der Semperoper
Blick über die Elbe auf die Semperoper
Bild: Blick über die Elbe auf die Semperoper
Wandelgang in der Semperoper
Das große Rundfoyer hinter der geschwungenen Fassade ist einer der prächtigsten Räume des Opernhauses. Auch die Treppenvestibüle und die Wandelgänge sind üppig und prachtvoll mit Malerei, Dekor, Skulpturen, Säulen und Kronleuchtern nach Sempers Plänen ausgestaltet.


Bild: Wandelgang in der Semperoper
Zuschauerraum der Semperoper
Der edel ausgestaltete Zuschauerraum der Semperoper verfügt über eine sehr gute Akustik. Zugunsten besserer Sichtverhältnisse verzichtete man beim Wiederaufbau auf den fünften Rang. Die Zahl der Sitzplätze wurde, um bequemeres Stuhlwerk einbauen zu können, von ursprünglich 1.712 auf 1.323 verringert.



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