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Trinitatiskirche & -friedhof

Trinitatiskirche
Ruine der Trinitatiskirche in der Johannstadt
Lage: Trinitatisplatz (Johannstadt)
Bauzeit: 1891-1894
Architekt: Karl Barth
Merkmale: Stil der Neo-Renaissance
Nutzung: Seit der Zerstörung im Februar 1945 eine Ruine


Die bei den anglo-amerikanischen Bombenangriffen im Februar 1945 zerstörte Trinitatiskirche (nicht mit der Kathedrale St.Trinitatis, der ehemaligen Katholischen Hofkirche verwechseln !) wurde in der erhaltenen Bausubstanz gesichert, jedoch nicht wieder aufgebaut.
Im Jahr 1887 begann sich eine neue Kirchgemeinde aus der zu groß gewordenen Johannesgemeinde auszugründen (erster Gottesdienst am 22.01.1888). Wenig später gab sie sich den Namen Trinitatisgemeinde. Karl Barth baute für sie zwischen 1891 und 1894 ein neues Gotteshaus - die Trinitatiskirche.

Nach dem Bau der kleinen neobarocken, 1902 eingeweihten Andreaskirche am Stephanienplatz bildete sich in dieser Außenstelle der Trinitatisgemeinde allmählich die Andreasgemeinde heraus, die schließlich im Jahr 1904 Selbstständigkeit erlangte.

Die Andreaskirche wurde nach ihrer Zerstörung im Februar 1945 nicht wieder aufgebaut. Noch in jenem ersten Nachkriegsjahr fusionierte die Andreasgemeinde mit der Erlösergemeinde, die ihre Kirche ebenfalls verloren hatte.

Im Jahr 2000 vereinigten sich die Erlöser-Andreas-Gemeinde und die Trinitatisgemeinde zur Johanneskirchgemeinde. Diese nutzt die Ruine der Trinitatiskirche nun unter anderem für Offene Jugendarbeit, Konzerte und Gottesdienste unter freiem Himmel.

www.johanneskirchgemeinde.de    www.freewebs.com/johannes-kantorei/chronik.htm


Trinitatisfriedhof
Nicht zuletzt die hohe Sterblichkeit in den Jahren 1813/14 - in der Zeit der Napoleonischen Kriege und danach - machte östlich von Dresden einen neuen Friedhof erforderlich. Diesen "Weiten Friedhof" - er lag damals noch weit von der Stadt Dresden entfernt - benannte man im Jahr 1834 in Trinitatisfriedhof um.

Die am Vorbild des Herrnhuter Friedhofes orientierten Entwürfe für die Bauten des Trinitatisfriedhofes schuf Hofbaumeister Gottlob Friedrich Thormeyer. Davon wurde allerdings im wesentlichen nur der Eingangsbereich realisiert. Von Thormeyer stammt auch der klassizistische Torbau der ersten Abteilung des Friedhofes.

Einige der Denkmäler des Trinitatisfriedhofes stammen vom alten Johannisfriedhof. Ein 10 m hoher Obelisk erinnert an die auf dem Trinitatisfriedhof begrabenen 76 Opfer des Maiaufstandes von 1849.

Grabmal auf dem Trinitatisfriedhof
Auf dem Trinitatisfriedhof fanden bedeutende Dresdner Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte, darunter der Bildhauer Ernst Rietschel (1804-1861), die Maler Ferdinand von Rayski (1806-1890) und Caspar David Friedrich (1774-1840; er hatte viele der hier stehenden Grabmäler entworfen und das Friedhofstor als Vorlage für sein Gemälde "Friedhofseingang" gewählt), der Philosoph, Arzt und Maler Carl Gustav Carus (1789-1869), der Architekt und Professor der Kunstakademie Constantin Lipsius (1832-1894), die Musiker Friedrich Wieck (1785-1873) und Karl Gottlob Reißiger (1798-1859), die Sängerinnen Wilhelmine Schröder-Devrient (1804-1860) und Therese Malten (1855-1930) und der Dichter Otto Ludwig (1813-1865).


Bild: Grabmal auf dem Trinitatisfriedhof



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