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Coswig, Weinböhla Coswig Die Gegend der am rechten Elbufer unterhalb Radebeuls gelegenen, zum Kreis Meißen gehörenden Stadt Coswig (25.000 Einwohner) war bereits ab dem frühen 11. Jahrhundert besiedelt. Im Jahr 1349 findet der Ort seine erste urkundliche Erwähnung als "Kosowik". Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Coswig ein idyllischer Winzerort, bis dann die Weinwirtschaft wegen der eingeschleppten Reblaus zusammenbrach. Ab 1900 gewann die Industrie in diesem an der Bahnstrecke Dresden-Leipzig gelegenen Ort an Bedeutung. Das Stadtrecht erhielt Coswig erst im Jahr 1939. Das Coswiger Karrasburg-Museum zeigt Exponate zur Stadtgeschichte und Wechselausstellungen. Sehenswert ist die spätgotische "Alte Kirche" von 1497. Ihre Kassettendecke und die Empore sind reich bemalt. Die barocke Orgel wurde originalgetreu rekonstruiert. Die aus dem Jahr 1737 stammende Dorfkirche Brockwitz zeichnet sich durch ihre wertvolle barocke Malerei aus. Im benachbarten Pfarrhaus ist eine Ausstellung historischer bäuerlicher und handwerklicher Arbeitsgeräte für die Ernte, den Weinanbau und die Milchwirtschaft zu besichtigen. Der nordöstlich von Coswig beginnende Friedewald ist mit seinen mannigfaltigen Baumbeständen, Bächen, Teichen und Lehrpfaden ein interessantes Wandergebiet. Auf der 182 m hohen Boselspitze, die einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung bietet, lädt ein Botanischer Garten zum Besuch ein.
Weinböhla Weinböhla (10.000 Einwohner) liegt nördlich von Coswig in einem traditionellen Weinanbaugebiet. Es handelt sich um einen der ältesten Weinbauorte Sachsens. Die sonnenexponierten Südwesthänge der Dresdner Elbtalweitung bieten mit ihren wasserdurchlässigen Heidesanden besonders günstige Wachstumsbedingungen für Weinreben. "Böhla" ist vom Namen der sorbischen Siedlung "Bel" abgeleitet, die sich im 6. Jahrhundert hier befand. Die spätere deutsche Siedlung wird erstmals im Jahr 1350 in einem Lehnbuch von Markgraf Friedrich III. (dem Strengen) erwähnt. Die Winzergemeinde Weinböhla besteht seit 1513. Neben der Weinwirtschaft waren zwischen 1797 und 1898 auch der Kalkmergelabbau und die Kalkbrennerei bedeutende Wirtschaftszweige. Auch der Ost- und Gartenanbau lohnt sich in diesem von Klima und Boden begünstigten Gebiet. Der aus dem 14. Jahrhundert stammende Vorgängerbau der Martinskirche wurde von einem Blitz beschädigt und im Jahr 1892 ersetzt. Am Kirchplatz blieben alte Dreiseitenhöfe erhalten. In einem dieser Höfe, dem Peterskeller von 1774, ist das Weinböhlaer Heimatmuseum eingerichtet. Am Rathausplatz beginnt der 10 km lange Orts- und Weinlehrpfad. Vom König-Albert-Turm und vom Standort der Ruine "Wartturm" bietet sich ein herrlicher Rundblick.
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