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Gottleubatal Kneippkurort Berggießhübel Der etwa 15 km südlich von Pirna im Gottleubatal gelegene Kneippkurort Berggießhübel (300-440 m ü. d. M., ca. 1.800 Einwohner) ist vor allem wegen der Heilkuren für Erwachsene mit Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- oder Stoffwechselerkrankungen bekannt. Die Heilquelle ist seit 1717 bekannt. Im Jahr 1731 erhielt Berggießhübel von August dem Starken (Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen, zugleich König August II. von Polen) das Badprivileg verliehen. Seit 1934 ist der Ort ein anerkanntes Kneippkurbad. Der "Poetengang" erinnert an die beiden berühmtesten Kurgäste, die Dichter Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) und Gottlieb Wilhelm Rabner. Die heutige neue Reha-Klinik umfasst 194 Betten. Ein Mahnmal im Ort erinnert an die Hochwasser-Katastrophe von 1927, die 88 Opfer gefordert hatte. Die Postdistanzsäule am ehemaligen Bahnhof ist eine im Jahr 1957 geschaffene Nachbildung des beim Hochwasser zerstörten Originals aus dem 18. Jahrhundert. Auf der südlich von Berggießhübel gelegenen Panoramahöhe (439 m ü.d.M.) laden eine Gaststätte und ein Aussichtsturm zum Besuch ein. Im Umfeld von Berggießhübel nahm der sächsische Eisenerz-Bergbau seinen Anfang. Um 1600 gab es in diesem Revier schon 90 Gruben und 13 Hammerwerke. Von 1520 bis 1541 wirkte hier der Begründer des sächsischen Eisenkunstgusses Hans Rabe. Kurort Bad Gottleuba Der etwa 4 km südlich von Berggießhübel am Flüsschen Gottleuba gelegene Kurort Bad Gottleuba (337-507 m ü. d. M, ca. 2.100 Einwohner) erhielt im Jahr 1463 das Stadtrecht. Im 13. Jahrhundert war er als Bergbausiedlung gegründet worden. Die spätgotische Stadtkirche mit ihrem schönen Kreuzrippen- und Netzgewölbe und dem wertvollen Astwerkportal stammt aus der Zeit um 1525. Am Markt sind eine Postdistanzsäule von 1731 und der Marktbrunnen von 1923 sehenswert. Das erste Kurhaus von Gottleuba stammt aus dem Jahr 1881. Die Heilquellen sind seit 1828 bekannt. In dem zwischen 1909 und 1913 gebauten Kliniksanatorium finden Heilkuren für Erwachsene und Kinder mit Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes oder des Stoffwechsels statt. In den 1990er Jahren erfuhr die Kuranlage mit ihrem 28 ha großen Kurpark eine umfassende Sanierung (für ca. 150 Mio. DM). Fünf Kliniken mit insgesamt 660 Betten entstanden.
Gottleuba-Talsperre Die in den Jahren 1964 bis 1976 südlich der Stadt Gottleuba geschaffene 174 ha große Trinkwasser-Talsperre Gottleuba besitzt eine 52 m hohe und 327 m lange Staumauer. Sie ist Teil eines nach 1945 im Osterzgebirge eingerichteten Hochwasserschutzsystems. nach oben |