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Lommatzscher Pflege, Käbschütztal Lommatzscher Pflege und Käbschütztal Die Lommatzscher Pflege wird auch "Kornkammer Sachsens" genannt. Das fruchtbare Löß-Hügelland ist ein sehr altes Siedlungsgebiet. Schon in der Zeit vor 1000 betrieb hier das slawische Volk der Daleminzier Landwirtschaft. "Lommatzsch" ist von "Glomaci" abgeleitet, dem Namen des einstigen slawischen Gaus. Der Hauptort Krögis wurde erstmals im Jahr 1183 (als "Chriguz") erwähnt. Das zwischen Lommatzsch und Meißen gelegene Käbschütztal zeichnet sich durch eine sehr reizvolle Landschaft aus, zu der die Täler von Käbschützbach und Jahnabach gehören. Ein beliebtes Wanderrevier ist auch das Ketzerbachtal. Kleine Streuobstwiesen und Obstbaumalleen, bewaldete Bachtäler, Hohlwege, Böschungen, Wiesen und Weiden lockern das fruchtbare Ackerland auf. In der Lommatzscher Pflege blieben einige alte Bauernhöfe - große Drei- und Vierseithöfe - erhalten, z.B. der seit 1530 bestehende Vierseithof in Planitz.
Die im Jahr 1727 errichtete barocke Saalkirche von Planitz zeigt umlaufende Doppelemporen und einen hölzernen Kanzelaltar. Die Mühle in Mauna entstand im Jahr 1580. Das Bergbaumuseum Mehren zeigt seit 1993 Exponate zur 200jährigen Geschichte des Kaolin- und Tonabbaus in dieser Gegend. Von hier bezog auch die Porzellan-Manufaktur Meissen Rohstoffe. Lommatzsch Die etwa 12 km nordwestlich von Meißen gelegene Stadt Lommatzsch (6.300 Einwohner) entstand als Ackerbürgerstadt der Lommatzscher Pflege. Die zwischen 1504 und 1514 erbaute spätgotische dreitürmige, einschiffige Wenzelskirche besitzt einen Saal mit Holzdecke. Der Barockaltar stammt aus dem Jahr 1714. Sehr interessant sind auch die Kanzel und die Grabdenkmale aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Zu den Sehenswürdigkeiten am Marktplatz gehören das zwischen 1550 und 1555 errichtete Renaissance-Rathaus und die alte Postmeilensäule. Das älteste Fachwerkhaus der Stadt beherbergt das Stadtmuseum. Die Tiefkeller der alten Gebäude werden gegenwärtig touristisch erschlossen.
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