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Radeburg (Heinrich-Zille-Stadt) Die Stadt Radeburg (150 m ü.d.M., 7.900 Einwohner) ist 7 km nordöstlich von Moritzburg gelegen. Schon um 1100 gab es hier eine als Grenzburg dienende Wasserburg. Sie sicherte auch die damals wichtige Furt durch den Fluss Röder ("Rade"). Die "Alte Furt" in der Röderstraße und ein undatiertes Steinkreuz erinnern an diese Zeit. Im Jahr 1284 erwähnen die Urkunden ein an diesem Ort stehendes Hospital. Im Jahr 1289 erscheint Radeburg als Stadt ("Oppidum") in den Urkunden. Unmittelbar an diese kleine quadratische Stadtanlage schloss sich ein Straßendorf an. In den Jahren 1612 und 1718 erlitt die Stadt verheerende Stadtbrände. Kriegszerstörungen gab es dagegen kaum, so dass der alte Ortskern recht gut erhalten blieb. Vor dem ehemaligen Schloss steht eine Postmeilensäule von 1728. August der Starke hatte solche Richtungs- und Entfernungsweiser ab 1721 an den zu dieser Zeit erstmals gründlich ausgemessenen Landstraßen Sachsens aufstellen lassen. Die im Jahr 1719 errichtete Kirche wurde in den Jahren 1898/99 umgebaut. In dem in der Nähe des Rathauses stehenden Stadthaus ist ein Heimatmuseum eingerichtet (Mi-So geöffnet), das vor allem das Leben und Werk des berühmten, in Radeburg geborenen Berliner Milieuzeichners Heinrich Zille (1858-1929) vorstellt, z.B. mit Originalzeichnungen und zahlreiche Reproduktionen. Heinrich Zilles Geburtshaus am Markt besteht nicht mehr. Nur eine Gedenktafel zeigt den Standort. Radeburg bietet sich als Ausgangspunkt für schöne Wanderungen in den Friedewald und in das Moritzburger Teichgebiet an. Ein Grauwacke-Aufschluss (Naturdenkmal) am Haselnussberg zeigt interessante geologische Faltungsstrukturen.
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